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Digitales Ökosystem: Darum ist 360-Grad-Sicherheit wichtig

360-Grad-Sicherheit im Digitales Ökosystem

Übergreifende Kommunikationsstrukturen, mehr Effizienz, neue Geschäftsmodelle: Digitale Ökosysteme bieten Unternehmen durch die strategische Vernetzung mit Dienstleistern, Kunden und Businesspartnern vielfältige Chancen. Damit werden Systeme aber auch anfälliger für Cyberangriffe. Entscheider sollten daher die gesamte Wertschöpfungskette ihrer Organisation zum Cyber-Ökosystem erklären und für 360-Grad-Sicherheit sorgen – wir zeigen Ihnen, wie das geht.

Was sind digitale Ökosysteme?

Um zu verstehen, welches Ausmaß ein Cyberangriff auf digitale Ökosysteme haben kann, sollte man sich zunächst vor Augen führen, wie übergreifende Systeme angelegt sind.

Digitale Ökosysteme: Definition

In einem digitalen Ökosystem treffen Unternehmen und Personen aufeinander, die gemeinschaftlich von ihrer Kooperation profitieren. Dazu zählen beispielsweise Webseiten, auf denen nach Hotels und anderen Unterkünften gesucht wird: Gefällt die Unterkunft, wird der Anbieter kontaktiert, der Aufenthalt gebucht und beide Seiten sind zufrieden. Im Mittelpunkt eines digitalen Ökosystems stehen also Produkte oder Leistungen, um die herum sich Anbieter, Kunden und Partner gruppieren und vernetzen. Die Kooperationen werden dabei über eine zentrale digitale Plattform und über verschiedene Ökosystem-Dienste unterstützt, damit sämtliche Akteure unternehmensübergreifend agieren können. Diese Netzwerkeffekte können ganze Branchen stärken und für weitere Kollaborationen sorgen.

Der Nutzen und die Anbindung an ein digitales Ökosystem gestalten sich individuell – je nachdem, welche Bedürfnisse und Anforderungen an das System bestehen. Neben Branchen-Plattformen etablieren sich zunehmend Ökosysteme entlang der eigenen Wertschöpfungskette. Hier liegt der Fokus darauf, einen digitalen Raum für den Austausch zu schaffen, um beispielsweise Daten in Echtzeit zu teilen und unternehmenskritische Entscheidungen besonders schnell und faktenbasiert treffen zu können.

Entstehung und Entwicklung eines digitalen Ökosystems

Am Anfang eines digitalen Ökosystems stehen strategische Überlegungen, wie sich vielversprechende Geschäftsideen möglichst rentabel realisieren lassen. Die Initiierung eines Ökosystems erweist sich aufgrund komplexer Abläufe als vielschichtiger Prozess, der sich über verschiedene Phasen erstreckt. Das Fraunhofer Institut für Experimentelles Software Engineering (IESE) hat dafür eigens ein Referenzmodell entwickelt und betont, wie wichtig es ist, während der Realisierung eines digitalen Ökosystems das „Big Picture“ vor Augen zu haben und dieses ganzheitlich zu betrachten. Zu den zentralen, integriert zu sehenden Aktivitäten zählen laut IESE neben grundlegenden strategischen Entscheidungen und einem auf Wachstum ausgerichteten Vorgehen außerdem das Design, die Konstruktion und die technische Realisierung des digitalen Ökosystems sowie der digitalen Plattform. Trotz der vielschichtigen Aufgaben sollten Unternehmen es anstreben, digitale Ökosysteme möglichst schnell zu initiieren, um der Konkurrenz einen Schritt voraus zu sein und von Wettbewerbsvorteilen zu profitieren. Dabei sollten sie unbedingt das Thema Sicherheit im Blick behalten.

Sicherheitsrisiken in digitalen Ökosystemen

Digitale Ökosysteme mit vielen Beteiligten sind hochkomplex und entwickeln sich im Zuge der rasant fortschreitenden Digitalisierung kontinuierlich weiter. Das Sicherheitssystem muss dabei unterschiedlichen Teilbereichen digitaler Ökosysteme gerecht werden:

  • Das IT-System rund um die Plattform muss sicher sein.
  • Sämtliche relevante Organisationen und Nutzer müssen einen autorisierten und sicheren Zugang zu der Plattform haben.
  • Die Interaktionen zwischen den Beteiligten müssen gesichert und geschützt werden, sodass sich keine unbefugten Personen Zugriff auf Daten und Inhalte verschaffen können.

Daraus ergeben sich verschiedene Herausforderungen für die Sicherheitsvorkehrungen von digitalen Ökosystemen:

Sicherer Datenaustausch

Digitale Ökosysteme basieren auf dem Austausch von Daten. Bei der Nutzung entstehen sowohl Nutzungsdaten als auch personenbezogene Daten, die geschützt werden müssen. Datensicherheit und Datensouveränität sind deshalb ein zentrales Thema von digitalen Ökosystemen. Durch gezielte Schulungen sowie IT-Security Awareness Trainings werden Mitarbeitende für den Umgang mit möglichen Risiken sensibilisiert und erlernen erste Maßnahmen zur Abwehr.

Angriffsflächen reduzieren

Durch die Einbindung unterschiedlichster Nutzer, die jeweils mit individualisierten Zugängen und IT-Systemen arbeiten, entsteht eine heterogene IT-Landschaft, die zahlreiche Angriffsflächen für Cyberkriminalität bietet. Der IT-Sicherheitsansatz muss also ebenso vielfältig und raffiniert sein, wie die Vorgehensweise potenzieller Angreifer. Erfahrene Dienstleister im Bereich IT-Sicherheit können digitale Ökosysteme mit verschiedenen Tools auf Schwachstellen prüfen und in Angriffssimulationen testen, wie widerstandsfähig sie sind. Angebote wie das Cyber Defense Operation Center (CDOC) der Deutschen Gesellschaft für Cybersicherheit (DGC) prüfen regelmäßig Ihre Sicherheitssysteme und sind in Notfällen für Sie da.

Sicherheitsmaßnahmen anpassen

Neue digitale Ökosysteme müssen schnell wachsen, um konkurrenzfähig zu sein und den Markt zu durchdringen. Die schnelle Entwicklung steht jedoch oftmals im Kontrast zu nachhaltigen Sicherheitsmaßnahmen. Deshalb ist es wichtig, beide Aspekte fortlaufend im Blick zu behalten und einen Weg zu finden, wie sie sich miteinander vereinen lassen.

Trotz intensiver Vorkehrungen kann es passieren, dass es zu Cyber-Attacken kommt, ob über Lücken im System oder unzureichend abgesicherte Schnittstellen zu Geschäftspartnern. Um den weitreichenden Sicherheitsanforderungen von digitalen Ökosystemen nachzukommen, sollten Unternehmen einen 360-Grad-Ansatz anstreben. Dieser greift die Sicherheitsansprüche eines digitalen Ökosystems aus allen Perspektiven auf und leitet passgenaue Maßnahmen zur Vorbeugung und zur Behebung von Risiken ab. Spezialisierte Dienstleister wie die Deutsche Gesellschaft für Cybersicherheit unterstützen Unternehmen bei der Etablierung umfangreicher Sicherheitsstandards entlang ihrer gesamten Wertschöpfungskette, um für einen Rundumschutz zu sorgen.

Fazit: Cyber Ökosysteme absichern und Potenzial heben

Digitale Ökosysteme bieten Unternehmen vielfältige Chancen und Möglichkeiten, um sich weiter zu vernetzen, Geschäftsprozesse effizienter zu gestalten und sich führend am Markt zu etablieren. Mit der Komplexität der Systeme steigt jedoch auch das Risiko von Übergriffen aus der Cyberwelt – mit ernsthaften Folgen für alle Beteiligten. Deshalb sollten Unternehmen beim Aufbau digitaler Ökosysteme frühzeitig auf den richtigen Maßnahmenkatalog setzen, um ihre Sicherheitsvorkehrungen an den neuesten Standard auszurichten und das Risiko für Hackerattacken zu minimieren.

Mit dem 360-Grad-Ansatz der Deutschen Gesellschaft für Cybersicherheit sichern Sie Ihr digitales Ökosystem umfassend vor Cyberkriminalität ab. Nehmen Sie jetzt Kontakt auf.

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